Kleingedrucktes

Die Felsenbirne


Die Felsenbirne ist bei uns in vielen Hecken, Knicks und als Straßenbegleitgrün zu sehen. Sie ist robust, braucht kaum Pflege und wenn der Strauch mal zu hoch geworden ist, dann kann man ihn tief herunter schneiden. Ein neuer Austrieb ist garantiert. All dies hat die Felsenbirne zu einem gängigen Bild sowohl in der Stadt, als auch in der Landschaft gemacht. Sie gehört zu den ersten Blühern in Frühling und ihre Beeren sind bereits im Sommer zu ernten. Die Vögel wissen die kleinen kugeligen Beeren zu schätzen und auch für uns sind die Früchte eine leckeres Wildobst.

Felsenbirne Ballerina

Die Felsenbirne im Garten


Die Felsenbirne ist in drei Formen häufig in unseren Gärten vertreten. Zum einen die hängende Form, botanisch Amelanchier laevis, mit ihrem kugeligen Wuchs. Die Hängende Felsenbirne ist gut als Solitärstrauch im Garten zu halten. Sie erreicht eine Höhe von etwa 4 m und eine Breite von 3 m. Die weißen Blüten erscheinen im Mai. Im Gegensatz zur hängenden Form ist die Kupferfelsenbirne ein hoher mehrstämmiger Strauch, der etwa 6m hoch und genauso breit wird. Der Austrieb ist kupferfarben, daher der Name dieser Art. Die großen cremeweißen Blüten erscheinen bereits im April und ziehen zahlreiche Insekten wie Hummeln und Wildbienen an. Die Kupferfelsenbirne wird auch Korinthenbaum genannt. Als dritte Art ist die ovalblättrige Felsenbirne zu nennen. Sie erreicht eine Höhe von etwa 3 m und ihre Früchte sitzen dicht am Holz, während die der anderen Sorten an langen Stielen hängen. Andere Namen für die ovalblättrige Felsenbirne sind Felsenmispel und Edelweißstrauch.

Alle Arten bilden erst dunkelviolette, dann schwarze Früchte aus, die sehr wohlschmeckend sind und roh saftig und süß sind. Sie sind auch gut für die Saftherstellung oder für die Marmeladenzubereitung geeignet. Die Früchte sind etwa einen cm dick und im Juli und August reif zum Ernten.

Der Name Felsenbirne ist im 18.Jahrhundert entstanden. Sie wurde zu den Birnen zugehörig erklärt. Dies ist aber bereits 7 Jahre später revidiert worden. Es wurde eine neue Gattung der Amelanchier benannt.

Früchte der Felsenbirne

Die Felsenbirne 'Ballerina' hat besonders große Früchte.
Pflanzen kann man hier kaufen.



Felsenbirnen stehen gerne in sonniger Lage, sind aber auch mit Halbschatten zufrieden, sie blühen dann nicht so üppig. Während die Hängende Felsenbirne einen nährstoffreichen Boden braucht, gedeiht die Kupferfelsenbirne auch auf sauren Boden. Auch ist sie Nässe und Trockenheit gegenüber resistent. Insgesamt sind die beschriebenen Arten der Felsenbirne recht anspruchslos. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kulturformen, die auf Fruchtgröße gezüchtet sind. Die Kulturformen werden meistens 3-4 Meter hoch und benötigen nährstoffreichen Boden.

Alle drei Felsenbirnenarten stammen ursprünglich aus Nordamerika. Mittlerweile gelten sie als eingebürgert. Sie sind im Gebüsch an Wegrändern, auf Schuttplätzen und Ruderalflächen anzutreffen. In den Alpen sind sie in Felsspalten und auf Felsschutt zu finden. Am Naturstandort stehen sie auf kalkhaltigem Gestein und sind in bis zu 2000 m Höhe anzutreffen.

Die Früchte der Felsenbirne kann man wie bereits erwähnt roh essen. Sie schmecken nach einer Mischung aus Kirsche und Mandel. Manchmal wird die Felsenbirne auch Pralinenbaum genannt. Besonders die Kultursorten, wie etwa die Sorte 'Ballerina' sind sehr beliebt. Eine weitere Besonderheit ist die spektakuläre Herbstfärbung der Felsenbirnen. Das orange und rote Laub verzaubert den Garten und läßt ihn erglühen.